Famicase

Juli 21, 2008 by Chris

Videospiele sind Kunst. Und nicht nur die, sondern auch das ganze Drumherum, also das gesamte “Verpackungsdesign”. Um das zu würdigen, durften Designer auf der Famicase Exhibition NES-Module kreieren, die es eigentlich gar nicht gibt. Beziehungsweise Modulaufdrucke. Und ganz ehrlich, da sind Sachen dabei, die nicht nur ganz tolle Paradebeispiele in Sachen Retro-Design sind, sondern die ich als Spiel sofort kaufen würde … wenn es sie denn gäbe.

Pandemie für Misanthropen

Juli 21, 2008 by Chris

Na, mal wieder richtig Wut auf die ganze Menschheit? Am liebsten alles ausrotten? Dann bitte hier klicken und Pandemic II spielen. Ein so unterhaltsames wie makaberes Browser-Game, in dem man sich seine eigene Krankheit züchtet und über den ganzen Globus verteilen muss. Gar nicht mal so leicht, wenn ein paar Regionen die Grenzen dicht machen, Flughäfen und Häfen sperren und auch noch an einem Heilmittel forschen. Nichts darf man mehr…

Französischer Elektro im deutschen Online-Store

Juli 6, 2008 by Chris

Der deutsche PlayStation-Store macht ja (leider) in erster Linie durch die Jugendschutzbestimmungen und dem dadurch fehlenden Content (Demos von Shootern, etc.) von sich reden. Überhaupt scheint Sony den Dreh mit Online nicht so sehr raus zu haben, wie die Jungs von Microsoft mit ihrer Xbox 360. Auch der neue Vorstoß in die Online-Gefilde bleibt da hinter den Erwartungen zurück. Movement ist eine Musikserie, in der zwei Nerds in einem grell-orangenen VW Bus durch fünf Europäische Städte tuckern und dort jeweils vier unbekannte Bands interviewen und performen lassen. Super Idee, wenn auch wahrscheinlich nur ne riesen PR-Maschine. Aber die erste Folge ist dann doch ziemlich mau weil viel kurz. Eigentlich hat man wirklich alles schon im Trailer gesehen. Da ist gehörig Luft nach oben und ich hoffe, dass das genutzt wird und sich die Serie noch bessert. Denn Potential hat das Teil auf alle Fälle.

Aber immerhin gleich mal eine neue Bands kennen gelernt, die mir sehr gut gefallen hat. Minitel Rose machen französischen Elektro, der irgendwo zwischen dem derzeitigen Elektro-Trend von Justice und Konsorten und trendy Indie-Pop liegt. Gute Sache.

Und weil Youtube in Kombination mit WordPress gerade mal wieder herrlich rumspackt, gibt’s das Video leider nur als link -> Direkt-Franko-Elektro-Pop

Firmware 2.40. Da und schon wieder weg.

Juli 3, 2008 by Chris

Was hab ich mich gestern gefreut. Endlich ist die Firmware 2.40 für die PlayStation 3 raus. Neben Updates für die Videowiedergabe und ähnlichem Gedöhns sind es vor allem zwei Features, auf die ich warte, seit ich Besitzer des schwarzen Kastens bin: In-Game-XMB und Trophäen, zwei Funktionen, die die Xbox 360 seit dem ersten Tag bietet. Durch die In-Game-XMB kann ich jetzt auch im laufenden Spiel auf meine Freundesliste und Nachrichten, etc. zugreifen, Trophäen belohnen mich für besondere Errungenschaften in einem Spiel. Nach der Arbeit ruck zuck nach Hause um das lang ersehnte Update zu laden und installieren und was war? Nix war!
Scheinbar gab es Probleme mit dem Update, etliche PS3-Konsolen starteten gar nicht mehr nach der Installation und Sony sah sich genötigt, das Update so schnell wie möglich wieder offline zu nehmen. Jetzt darf ich nochmal so lange auf das Update 2.41 warten… Spitzensache. -_-

Wobei ich noch gar nicht so recht weiß, ob ich mich tatsächlich über die Trophäen freuen soll. Immerhin ist das ein Feature, dass Spiele, die bereits erhältlich sind logischerweise nicht bieten. Die Entwickler konnten das seiner Zeit ja gar nicht implementieren. Aber einige haben sich entschlossen Updates nachzuliefern, die solche Trophäen aktivieren. Problem ist nur, dass ich all die Spiele, die ich schon durch hab’ dann nochmal spielen muss, um auch die Trophäen zu erhalten. Bereits vorhandene Spielstände werden angeblich nicht überprüft. Und ich sach’ mal so: während ich The Darkness oder Uncharted: Drakes Schicksal schon nochmal durchspielen würde, habe ich keine Lust nochmal alle Straßenrekorde bei einem Burnout aufzustellen oder das überbewertete Assassin’s Creed nochmal mit 100% (alle Flaggen, alle Templer) durchzuziehen.

Atari vs. 4players vs. Gamestar

Juni 24, 2008 by Chris

Atari vs 4players

Der große “Alone in the Dark“-Skandal schlägt ja auch über die Videospielbranche hinaus hohe Wellen. Nachdem erst der deutsche Inquirer darüber berichtet hat, zog, neben anderen Publikationen, auch noch der Spiegel mit einem Hintergrundbericht nach.
Die Fachpresse hat wirklich eine sehr ambivalente Beziehung zu den Produktherstellern. Da werden nun mal die Produkte von den Leuten besprochen, die gleichzeitig die besten Anzeigenkunden sind. Und sowas führt, wie es der Spiegel so banal wie treffend formuliert “schon mal zu Verstimmungen”. Im Fall von Atari gegen 4players zu mehr als das.

4players hat deren Spiel Alone in the Dark getestet und mit einer Wertung von 68% versehen. Da Alone in the Dark ein verdammt wichtiger Titel für Atari ist, ist so eine Wertung natürlich vernichtend. Fazit: Atari droht mit Klage weil der Test von 4players angeblich auf einer Vorabversion des Spiels beruhte, die nicht die finale Qualität widergab und deswegen nicht hätte getestet werden dürfen.
Werbeschaltungen auf der Seite von 4players wurden kommentarlos storniert, während sie auf der Seite der Gamestar weiterliefen - die haben das Spiel immerhin auch mit 82% bewertet. Was widerum dazu führte, dass die Gamestar-Leser an ihrem Stammmagazin zu zweifeln begannen und die Diskussion nur noch weiter antrieben.

Den ganzen Konflikt noch weiter auszubreiten wäre jetzt zu viel des Guten. Und ich will der Gamestar auch nichts vorwerfen. Vielleicht empfand der zuständige Tester das Spiel ja tatsächlich als gut bis sehr gut und kann seine Wertung im Artikel begründen. Wer interessiert ist, wird ohnehin Bescheid wissen oder spätestens jetzt die oben verlinkten Berichte, die Testberichte von 4players und Gamestar, sowie die Gegenüberstellung von 4players nachlesen und sich ein eigenes Bild schaffen.

Worauf ich aber hinaus will ist, dass genau die Diskussion (nicht nur) unter den Gamestar-Lesern ein großes Dilemma der Branche aufzeigt. Dass Branche und Presse voneinander abhängig sind, ist weder ein Geheimnis, noch ist es schlimm - nur daraus resultierende Absprachen sind ein Unding. Glücklicherweise, so scheint mir zumindest, ist dies ein Phänomen, das sich inzwischen zumindest in den Printmedien drastisch zurückzieht. Allerdings mit einer Verlagerung hin zu Online-Medien. Erst letztes Jahr gab es einen ähnlichen Fall wegen einer negativen Review von Lair seitens IGN.
Fraglich ist, wie stellvertretend zwei “große Fälle” in einer Branche sind, in der täglich neue Spieletests online gehen. So gesehen nicht viel (aber trotzdem genau zwei Mal zu viel). Bzw. mit was für einer “Schwarzziffer” hat man es zu tun? Wie oft gehen Spieletester auf solche Drohungen ein oder sprechen sich vorab mit dem Hersteller ab? Wie gesagt liegt es mir fern Vorwürfe zu machen oder Mutmasungen zu äussern. Aber seine Gedanken macht man sich schon.
Ich bin nur froh, dass ich nie in einer solchen Situation saß und bis dato auch keine Erfahrungen mit dritten in diese Richtung machen musste. Das spricht sicher auch irgendwo FÜR die Branche.

Summa summarum hat das Tohuwabohu Atari wohl mehr geschadet, als es die negativen Reviews getan hätten. Und ich hoffe doch, dass genau dies ein Zeichen für die Branche darstellt.

PS: 4players beharrte auf dem eigenen Test, nahm diesen nicht von der Website und verfasste sogar eine Gegenüberstellung (mit zum Teil sehr harten Worten). Der Streit ist inzwischen aber beigelegt:

24.06.08 Streit mit 4Players beigelegt
Der Streit zwischen 4Players.de und Atari wurde heute beigelegt. In einem persönlichen Gespräch zwischen beiden Parteien hat Atari Deutschland die Anschuldigungen gegenüber 4Players.de in allen Punkten zurückgenommen. Außerdem werden die rechtlichen Maßnahmen gegen 4Players.de eingestellt. Damit wurden die Differenzen im Fall Alone in the Dark in beiderseitigem Einvernehmen überwunden. Atari und 4Players.de freuen sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.

Via 4players

Immortality

Juni 24, 2008 by Chris

Immortality

Klar, ein vorzeitiger Tod ist ne beschissene Sache. Aber ist Unsterblichkeit so viel besser? Könnte das nicht auch ganz schön langweilig werden? Der Ansicht scheint zumindest Jason Rohrer, der nach den beiden tollen Indie-Games Passage und Gravitation nachlegt.

Immortality startet mit einem knappen Zeitlimit in dem man eine von zwei Pillen erreichen kann. Die eine führt zum Vorzeitigen Tod, die andere zur Unsterblichkeit. Eigentlich klar, welche man sich da schnappt. Ist das Zeitlimit aufgelöst, kann man eigentlich nichts machen, ausser Blöcke aufzustapeln und eine Punktzahl erhöhen, die einem aber praktisch rein gar nichts bringt. Weniger Spiel als Denkanstoß:

We generally assume that immortality is good, just as we assume that death is bad. Of course, universal immortality (all six billion of us) would be physically impractical. But what about individual immortality? What about for you? If you could become immortal, would you?

Immortality is a game about that question, and it’s also about the converse of that question: Does death have some fundamental value that we usually ignore?

Besonders interessant finde ich aber, dass Rohrer das Spiel mit dem Shareware-Programm Game Maker von Yoyogames entwickelt hat. Da sieht man mal wieder, was für tolle Sachen man anstellen kann - auch ohne Millionen-Budget, wie es inzwischen normal ist in der Spiele-Branche.

Quake III Arena Simpsons-Map

Juni 24, 2008 by Chris

QIIIA-Springfield

Als alter “Mapper” bin ich darauf ja schon ein bisschen neidisch. User “Maggu” hat Springfield so, wie man es aus den Simpsons kennt, komplett als Quake III Arena-Map umgesetzt. Nicht nur das Haus der Simpsons, sondern die ganze Stadt, inklusive Moe’s Kneipe, den Kwik-E-Mart und, und, und. Die Liebe zum Detail ist der Wahnsinn.
Gut, im Deathmatch ist schnell die Luft raus, da man sich dort hauptsächlich auf der Straße bekriegt. Das Haus der Simpsons ist zu eng, als dass man da was vernünftiges zustande kriegt und ansonsten gibt es eben wenig verwinkelte Gebiete. Nichtsdestotrotz eine echte Leistung.

Wer Quake III Arena sein eigen nennt, kann die Map unter www.myspace.com/pandorasball1313 runterladen. Wieso die Map auf einer Bandsite zu finden ist, ist mir schleierhaft. Aber im Haus der Simpsons rotiert deren LP auf dem Plattenspieler.
Wer Quake III Arena nicht besitzt soll sich a) schämen und b) folgendes Video der Map ansehen:

Direkt-Spring ins field (super Wortwitz, höhö)

Via Kotaku

Uhrzeit lesen wie Gott in Frankreich

Juni 24, 2008 by Chris

Uhren

Uhren sind keine Gebrauchsgegenstände, sondern ein Statement. Ich bin zwar kein Typ der Sorte, der zwei dutzend Uhren zu Hause hat, damit er sich die jeweils passende zum Outfit heraussuchen kann, aber die eine die ich habe war eine schwere Geburt. Wochen-, monatelang habe ich gesucht, gestöbert und geguckt bis ich die eine gefunden habe, die mir richtig gefallen hat (und mit der ich bis heute zufrieden bin). Hätte es die oben abgebildeten Schmuckstücke damals schon gegeben, hätte die Wahl wesentlich leichter treffen können. Allerdings bin ich ob der Qualität dieser wunderschönen Zeitmesser ein wenig stutzig. 35 Pfund (ca. 45 Euro) für die Kassettenuhr von ASOSMAN und 75$ (ca. 50 Euro) für die Retro-Uhr von MoMA. Vielleicht auch einfach nur Schnäppchen… ich bin halt wirklich schwer am Überlegen, ob ich nicht mal wieder online einkaufen gehen sollte…

Ich werde nie wieder tapezieren

Juni 24, 2008 by Chris

Super Mario Wall Stickers

Ich war ja lange versucht, meine Wände mit 8-bit-Retro-Motiven zu verschönern. Gott sei dank hab ich das noch nicht gemacht - kann man nämlich weitaus einfacher haben. Die gute Inga hat mich heute wissen lassen, dass es ganz fantastische Wall Stickers mit Pac Man-Motiven gibt. Wenn man ein wenig stöbert, findet man auf “Fachseiten” wie blik auch noch Wandpapperl für Super Mario und Donkey Kong. Zwar recht teuer für ein paar Aufkleber, aber auf jeden Fall günstiger als tapezieren - und viel schöner.

Abseits ist…

Juni 17, 2008 by Chris

… wenn sich ein Spieler zum Zeitpunkt des eines Passspiels eines Teamkameraden in der Hälfte der gegnerischen Mannschaft befindet und zwischen ihm und dem gegnerischen Tor höchstens ein Gegner, zumeist der Torwart, steht, steht er in einer Abseitsposition.

Kapiert? Ich auch nicht. Liegt aber auch daran, dass ich mich null für Fussball interessiere. Alle, die aufgrund des heutigen Sieges von Deutschland und dem damit verbundenen Erreichen des Achtelfinales Viertelfinales total gehyped sind und ganz flott die Abseitsregel nachzuholen haben, können dies auf der Website von EAs Fussball-Manager (wie passend) tun. Da gibt’s ein nettes Flash-Spielchen. Und wer alle Aufgaben fehelrfrei packt, kann in Zukunft sicher selber pfeifen.